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Scheinbar war es noch nie so einfach wie heute, selbst Videofilme für private und professionelle Zwecke zu produzieren. Smartphone-Hersteller werben fleißig mit Begriffen wie 4k, RAW und Cine-Objektiven (warum das großer Blödsinn ist, erfahren Sie in diesem Kurs) und vielen anderen "professionellen" Features. Tatsächlich ist die Bildqualität oft überraschend gut und sogar besser als die mancher Profigeräte der 90er und 2000er Jahre, für die man damals den Gegenwert eines Mittelklassewagens bezahlen musste. Die eingangs erwähnte Vermutung ist also gar nicht so abwegig. Zumindest, wäre da nicht das große ABER! Mit der „herausragenden" Bildqualität der meisten smartphones ist nämlich gar nicht mehr so viel los, wenn man die Filme auf einem größeren Bildschirm als dem Handydisplay anschaut. Vor allem machen die verwendete Ausrüstung und ihre Qualität in Wirklichkeit nur einen recht kleinen Teil einer guten Filmproduktion aus. Viel wichtiger sind die kreativen und filmischen Grundlagen sowie die technischen Fähigkeiten, mit der Ausrüstung richtig umzugehen.

Dramaturgie, Bildgestaltung, Beleuchtung, Farbtheorie, Formate und Kompressionsverfahren, Schnitttechniken, Mikrofonierung, Regie usw. sind das A und O eines erfolgreichen Films und entscheiden viel mehr als alles andere über die Qualität. Wenn diese Grundlagen stimmen, ist das mehr als die halbe Miete für einen guten Film. Wenn sie nicht stimmen, kann auch die beste und teuerste Kamera nichts mehr retten.

Eine spannende und gut gedrehte Geschichte funktioniert von ganz allein. Wirft man dann noch hochwertiges Equipment, aufwendiges Licht und weitere Production Value mit in den Topf, wird es richtig gut. Und genau darum geht es in diesem Online-Kurs.

SCHWERPUNKTE

Der Kurs vermittelt umfangreiches Wissen zum Filmemachen mit jeder Kamera, vom Smartphone bis zur digitalen Filmkamera. Zunächst wird die Frage geklärt, für welche Art von Film welche Kamera überhaupt geeignet ist, wo z.B. das Smartphone sogar Vorteile bietet und wo die Unterschiede zu professionellen Kameras liegen. Darüber hinaus werden wichtige Fachbegriffe erklärt und veranschaulicht. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt auf den Grundlagen des Filmemachens im Allgemeinen. Dazu gehören Bildsprache und Bildgestaltung, Konzept, Schnitt und Dramaturgie ebenso wie Farbenlehre, einfache Beleuchtungstechniken, Tonaufnahmen und die Grundlagen von Schnitt und Vertonung. Der letzte Schritt ist die Ausgabe und Integration des fertigen Films.

WAS KÖNNEN SIE NACH DEM SEMINAR?

1. Mit den erlernten Inhalten sind Sie in der Lage, selbständig geeignete Filmkonzepte für verschiedene Anwendungen zu erstellen.
2. kennen sie alle wichtigen Fachbegriffe, um ihre Kamera, ihr Smartphone oder Tablet optimal einzustellen und worauf sie beim Kauf achten sollten (und worauf nicht).
3. Sie wissen, was für die Kadrage einer Einstellung wichtig ist und welche Einstellungen aufeinander folgen können.
4. Sie können mit einfachen Lichttechniken das Bild gestalten und verbessern.
5. Sie wissen, worauf es bei der Tonaufnahme ankommt und wie man geeignete Ergebnisse erzielt.
6. Sie sind in der Lage zu unterscheiden, ob ein Film geeignet ist, selbst gedreht zu werden, eventuell sogar mit dem Smartphone (oder sogar in dieser Form produziert werden sollte). Umgekehrt erkennen sie, wann und warum es wichtig ist, einen Profi mit entsprechendem Equipment zu beauftragen.
7. Sie kennen die Grundlagen der Filmbearbeitung und können mit einfachen Schnittprogrammen umgehen. Sie sind mit wichtigen Fachbegriffen vertraut. Sie können die fertigen Filme entsprechend der jeweiligen Anwendung ausspielen.

ABLAUF

  1. Tag: Vor- & Nachteile verschiedener Kameras, Unterschiede von Consumer- zu Profikameras
    • Was ist HD?
    • Wieso ist 4k nicht gleich 4k und warum ist das eigentlich (oft) ganz egal?
    • Was ist ein Codec und welcher ist wofür der richtige?
    • Framerates, Bit und Mbits
    • Grundlagen der Optik
  2. Tag: Der journalistische Film - Welche Inhalte braucht ein Film?
    • Konzept und Planung
    • Storyboard: Texten fürs Sprechen in Videoproduktionen
    • Bildgestaltung und Bildsprache
    • Einstellungsgrößen und Ihre Anwendung
    • Was sind Zoom, Schwenk, Dolly, Pan usw. und wann werden sie genutzt?
  3. Tag: Dreh - Setaufbau, Bildeinstellungen und Aufnahme von Interviews
    • Beleuchtung mit einfachen Mitteln 
    • Der gute Ton: Worauf muss bei der Aufnahme geachtet werden?
    • Unterschiede von Mikrofonen
    • Aufnahmetechniken und Tricks
    • Moderation: Rhetorik und Sprechtechniken vor der Kamera
    • Die stille Rhetorik: Körpersprache und Mimik
  4. Tag: Filmschnitt - Grundlagen der Montage, Filmsprache, Vertonung, Musik und Effekte
    • Einführung in Schnittsoftware
    • Welche Schnitte gibt es
    • Welche Blenden und Transitions gibt es, wann werden sie genutzt
    • Degressives vs. Progressives Schneiden
    • Einfache Farbenlehre
    • Urheberrecht
    • Datenintegration und Ausgabe
  5. Tag: Eigene Produktion
    • Erstellen eines Kurzkonzeptes, Dreh, Schnitt und Ausgabe
    • Gemeinsame Auswertung der Filme
    • Wann ist es sinnvoll selbts zu drehen und wann sollte ein Profi ans Werk?
    • Tipps: Die besten Tricks aus 2 Jahrzehnten professionellen Filmemachens

Preis pro Person: 1.800 EUR zzgl. USt.

 

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